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Trockene, rissige Hände vom vielen Waschen: Was hilft?

Kurz gesagt

Hände werden vom häufigen Waschen trocken und rissig, weil Seife und warmes Wasser die hauteigenen Fette lösen, die die Feuchtigkeit in der Haut halten. Es hilft, lauwarm und mild zu waschen, gründlich abzutrocknen und die Hände direkt danach mit einer fetthaltigen Creme zu pflegen. Dabei zählt Regelmäßigkeit mehr als Menge: lieber mehrmals am Tag wenig als einmal viel.

Warum Waschen die Haut austrocknet

Die Hornschicht der Haut ist durch Fette zusammengehalten, die zwischen den Hautzellen liegen. Sie verhindern, dass Wasser aus der Haut verdunstet. Waschsubstanzen, sogenannte Tenside, lösen Schmutz und Fett – und dabei auch einen Teil dieser hauteigenen Fette. Warmes Wasser verstärkt den Effekt. Wer oft wäscht, gibt der Haut zu wenig Zeit, die Fette nachzubilden. Sie wird rau, spannt, und an Knöcheln, Fingerkuppen und zwischen den Fingern können Risse entstehen. Kälte und trockene Heizungsluft machen es im Winter zusätzlich schwerer.

Besonders betroffen: Berufe mit viel Wasser

In der Pflege, in der Gastronomie, in Kitas und im Handwerk werden die Hände oft viele Male am Tag gewaschen oder kommen mit Wasser, Reinigungsmitteln und Schmutz in Kontakt. Auch lange getragene Schutzhandschuhe weichen die Haut auf, weil sich darunter Feuchtigkeit staut. Viele Betriebe haben dafür einen Hautschutzplan: Er legt fest, wann Schutz, Reinigung und Pflege dran sind und welche Produkte verwendet werden. In Bereichen mit Hygienevorgaben gilt dieser Plan, auch für die Frage, wann eine Handcreme passt. Bei Fragen hilft der betriebsärztliche Dienst.

Eine Routine über den Tag

Situation Was du tun kannst
Vor der Schicht oder morgens Hände dünn eincremen und die Creme einziehen lassen, bevor die Arbeit beginnt
Beim Waschen lauwarmes statt heißes Wasser, wenig Seife, gründlich abspülen
Nach dem Waschen sorgfältig abtrocknen, auch zwischen den Fingern, dann eine kleine Menge Creme einmassieren
Bei nassen Arbeiten Schutzhandschuhe nach Hautschutzplan; bei langem Tragen Baumwollhandschuhe darunter
Draußen bei Kälte Handschuhe tragen, die Hände vorher eincremen
Nachts etwas mehr Creme auftragen und Baumwollhandschuhe darüberziehen

Welche Creme passt?

Nach dem Waschen braucht die Haut vor allem Fett, das die Feuchtigkeit hält. Eine wasserfreie Creme aus Ölen, Buttern und Wachsen legt einen dünnen Film auf die Haut, der auch nach dem nächsten Waschen länger spürbar bleibt. Urea-Cremes binden Feuchtigkeit und sind eine Alternative, wenn die Haut an den Händen verdickt und hart ist. Mehr dazu: Urea oder wasserfreie Creme? und Feste Creme oder Tube?

Wann du ärztlichen Rat holen solltest

Handcreme pflegt die Haut, sie behandelt keine Erkrankungen. Auf offene oder blutende Stellen gehört keine Kosmetik. Hol dir ärztlichen Rat, wenn die Haut offen ist, nässt, Bläschen bildet oder stark gerötet ist, und wenn die Beschwerden trotz Pflege anhalten. Treten die Probleme bei der Arbeit auf, ist der betriebsärztliche Dienst eine gute erste Anlaufstelle.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich die Hände eincremen?
Am besten nach jedem Waschen, mindestens aber morgens, mittags und abends. Eine kleine Menge reicht; zu viel fühlt sich fettig an.

Zieht eine feste Handcreme schnell genug für die Arbeit ein?
Die Creme wird bei Hautwärme weich und lässt sich dünn verteilen. In den Bewertungen der festen Handcreme mit Bienenwachs, die das Einziehen erwähnen, stehen 54 positive Aussagen 4 kritischen gegenüber.

Warum nachts Baumwollhandschuhe?
Die Creme bleibt an den Händen statt im Bettzeug, und die Haut hat mehrere Stunden Ruhe vom Waschen.

Hilft kaltes Wasser?
Lauwarmes Wasser ist ein guter Mittelweg. Heißes Wasser löst mehr Fett, sehr kaltes Wasser reinigt schlechter.

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Mehr dazu: Urea oder wasserfreie Creme? · Feste Creme oder Tube? · Bienenwachs in der Hautpflege · Candelillawachs oder Bienenwachs? · Nachfüllen mit Refiller