Pechsalbe oder Bienensalbe: Was ist der Unterschied?
Beide Salben enthalten kein Wasser, sondern Pflanzenöl, Bienenwachs und Lärchenharz, und brauchen deshalb weder Emulgator noch Konservierungsstoff. Sie sind zäher als eine Creme und legen einen Film aus Öl, Wachs und Harz auf die Haut, der das Austrocknen bremst.
- SOS Pechsalbe: drei Zutaten, Olivenöl, Lärchenharz und Bienenwachs. Sie riecht würzig nach dem Harz; die Terpene Pinene, Terpinolene, Alpha-Terpinene und Terpineol stammen aus dem Lärchenharz und stehen deshalb in der Inhaltsstoffliste. Kein Propolis, keine zusätzlichen ätherischen Öle. Gedacht für sehr trockene, raue Stellen an Fersen, Ellenbogen und Händen, auch auf Hornhaut und Schwielen. Es gibt sie im 50-g-Glastiegel und in der 150-g-Dose.
- Bienensalbe Lärche & Mandarine: Oliven-, Mandel- und Rizinusöl, Bienenwachs, Lärchenharz und Propolis, dazu ätherische Öle aus Mandarine, Rosmarin und Tanne. Sie duftet deutlicher als die Pechsalbe; mit den ätherischen Ölen kommen Duftstoffe wie Limonene und Linalool hinein. Für trockene, raue und rissige Stellen an Händen, Fersen und Ellenbogen und als dünne Schicht über Nacht auf trockenen Lippen; wegen der ätherischen Öle nicht für Kinder unter 3 Jahren. Es gibt sie im 50-g-Glastiegel und in der 150-g-Dose.
Wer Harz lieber meidet, nimmt die feste Handcreme mit Bienenwachs ohne Harz, ohne Propolis und ohne zugesetzten Duft.
Wie trage ich die Salben auf?
Eine kleine Menge genügt. Nimm sie mit einer sauberen, trockenen Fingerkuppe, erwärm sie kurz zwischen den Fingern und verreib sie dünn auf den trockenen Stellen. Ein Film bleibt, das ist gewollt. Am besten abends: An Händen und Füßen kannst du danach Baumwollhandschuhe oder Socken anziehen. Ein 50-g-Tiegel reicht für ca. 80–100 Anwendungen. Lagere die Salben kühl, trocken und ohne direkte Sonne; wie lange sie nach dem Öffnen haltbar sind, steht auf der Verpackung.
Ist Pechsalbe eine Zugsalbe?
Nein. Eine Zugsalbe aus der Apotheke ist ein Arzneimittel, meist mit Ammoniumbituminosulfonat aus Schieferöl. Die SOS Pechsalbe ist ein kosmetisches Mittel aus Öl, Wachs und Baumharz für trockene, raue Haut. Ihr Name kommt vom Baumharz, das im Alpenraum traditionell „Pech“ heißt; deshalb ist sie auch als Lärchenharzsalbe oder Harzsalbe bekannt. Teer ist nicht enthalten. Mehr unter Ist Pechsalbe dasselbe wie Zugsalbe? und Pechsalbe: Herkunft, Name und Herstellung.
Was gilt bei einer Allergie auf Harz, Propolis oder Kolophonium?
Harz und Propolis sind Naturstoffe und trotzdem bekannte Allergene. Lärchenharz ist kein Kolophonium, wird aber in Studien zur Kolophonium-Allergie als zusätzliche Testsubstanz genutzt. Wer auf Kolophonium, Baumharz, Propolis, Perubalsam oder Duftstoffe allergisch reagiert, klärt die Anwendung vorher mit einer Hautärztin oder einem Allergologen. Alle anderen testen eine Salbe zuerst an einer kleinen Stelle und hören bei einer Reaktion auf. Mehr unter Allergie-Hinweise zu Harz und Propolis und Neue Pflege an einer kleinen Stelle testen.
Wann gehört rissige Haut in ärztliche Hände?
Beide Salben sind Pflege für trockene, raue Haut und keine Arzneimittel. Sie gehören nicht auf offene, verletzte oder gereizte Haut und nicht in die Augenumgebung. Wenn eine Stelle schmerzt, anschwillt, sich stark rötet oder nach einigen Tagen nicht besser wird, lass sie ärztlich ansehen. Tiefe, blutende Risse an den Fersen gehören in podologische oder ärztliche Hände, bei Diabetes auch schon kleine Veränderungen.
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