Warum Kälte und Heizungsluft austrocknen
Kalte Luft kann nur wenig Wasserdampf aufnehmen. Wird sie drinnen aufgeheizt, sinkt ihre relative Luftfeuchte weiter, und die Haut gibt mehr Feuchtigkeit an die Luft ab. Draußen kommt Wind dazu. Gleichzeitig bildet die Haut bei Kälte weniger Talg, also weniger eigenes Fett, das die Feuchtigkeit in der Haut hält. Der ständige Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmen Räumen fordert die Haut zusätzlich.
Welche Stellen besonders betroffen sind
- Hände: Sie sind der Kälte ungeschützt ausgesetzt und werden oft gewaschen.
- Lippen: Sie haben kaum Talgdrüsen und eine sehr dünne Hornschicht.
- Gesicht: Wangen und Nase sind Wind und Kälte direkt ausgesetzt.
- Schienbeine: Dort gibt es wenige Talgdrüsen, und Kleidung reibt über die Haut.
Welche Pflege an welche Stelle
| Stelle | Pflege | Tipp |
|---|---|---|
| Hände | fetthaltige Handcreme nach jedem Waschen | draußen Handschuhe, nachts Baumwollhandschuhe über der Creme |
| Lippen | Lippenpflege mehrmals am Tag, vor allem vor dem Rausgehen | nicht ablecken, Speichel trocknet die Lippen zusätzlich aus |
| Gesicht | reichhaltigere Pflege als im Sommer | morgens etwas früher auftragen, damit sie vor dem Rausgehen einzieht |
| Schienbeine und Körper | Körperbutter oder Körperöl nach dem Duschen | auf die noch leicht feuchte Haut auftragen |
| Raue Stellen, z. B. Ellenbogen, Knöchel | eine Salbe aus Ölen und Wachs | dünn auftragen, ein Film bleibt spürbar |
Duschen und Raumluft
- Kürzer und lauwarm duschen: Heißes Wasser löst mehr hauteigenes Fett. Waschgel sparsam und nur dort verwenden, wo es nötig ist.
- Abtupfen statt rubbeln und direkt danach eincremen, solange die Haut noch leicht feucht ist.
- Räume nicht überheizen und lieber mehrmals kurz stoßlüften als das Fenster lange gekippt zu lassen. Ein Hygrometer zeigt, wie trocken die Luft ist.
Schutz draußen
Handschuhe, Schal und Mütze halten Kälte und Wind von der Haut fern. Für Hände, Lippen und Gesicht eignet sich draußen eine fetthaltige, wasserfreie Pflege: Sie legt einen Film auf die Haut und schützt sie so vor dem Austrocknen durch Wind und Kälte. Auch im Winter kann die Sonne kräftig sein, vor allem im Schnee und in den Bergen. Für die Lippen gibt es dafür Pflege mit Lichtschutzfaktor.
Häufige Fragen
Reicht im Winter dieselbe Pflege wie im Sommer?
Oft nicht. Leichte, wasserreiche Cremes sind im Sommer angenehm, im Winter braucht die Haut meist mehr Fett.
Wie oft sollte ich die Lippen pflegen?
Mehrmals am Tag, vor allem vor dem Rausgehen und vor dem Schlafen.
Körperöl oder Körperbutter?
Öl verteilt sich leicht und eignet sich gut für große Flächen nach dem Duschen. Eine feste Körperbutter ist reichhaltiger und passt zu besonders trockenen Stellen wie den Schienbeinen.
Wann sollte ich ärztlichen Rat holen?
Wenn die Haut trotz Pflege stark gerötet ist, nässt, aufreißt oder blutet, oder wenn sich die Beschwerden nicht bessern.
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