Von Oktober bis Februar haben Hände und Füße mehr auszuhalten als im Rest des Jahres: kalte Luft draußen, trockene Heizungsluft drinnen, häufiges Waschen, Handschuhe und geschlossene Schuhe. Dieser Beitrag beschreibt, was dabei mit der Haut geschieht, und stellt eine kurze Routine für morgens und abends vor. Er ist für alle gedacht, deren Hände und Fersen in der kalten Jahreszeit rau und trocken werden.
Was der Winter mit Händen und Füßen macht
Kalte Luft enthält wenig Feuchtigkeit. Wird sie drinnen aufgeheizt, sinkt die relative Luftfeuchte weiter, und die Haut gibt mehr Wasser an die Luft ab. Zugleich bildet sie bei Kälte weniger Talg, also weniger eigenes Fett. Die Zusammenhänge erklärt der Ratgeber Trockene Haut im Winter.
Hände und Füße trifft das besonders. Handflächen und Fußsohlen haben keine Talgdrüsen. Dort fehlt der Fettfilm, den die Haut an anderen Stellen selbst bildet.
| Einfluss | Was mit der Haut geschieht | Was du tun kannst |
|---|---|---|
| Kälte und Wind | Die Haut bildet weniger Talg, Wind trägt Feuchtigkeit ab. | Handschuhe tragen, auch auf kurzen Wegen. |
| Heizungsluft | Die Luft ist trocken, die Haut gibt mehr Wasser ab. | Räume nicht überheizen, mehrmals kurz stoßlüften. |
| Häufiges Waschen | Seife und warmes Wasser lösen hauteigene Fette. | Lauwarm waschen, abtrocknen, danach eincremen. |
| Geschlossene Schuhe | In warmen Schuhen und dicken Socken wird die Haut feucht und trocknet später wieder ab. Schweiß bringt Wasser und Salze auf die Haut, aber kein Fett. | Füße abends waschen, gründlich trocknen und eincremen. |
Mehr zum Waschen steht unter Trockene, rissige Hände vom vielen Waschen, mehr zu den Füßen unter Trockene Füße im Winter.
Handschuhe aus Stoff, Wolle oder Leder halten Kälte und Wind von den Händen fern. Anders ist es mit dichten Einmal- und Schutzhandschuhen bei der Arbeit: Fetthaltige Creme gehört nicht direkt darunter. Die Gründe stehen im Ratgeber Handcreme unter Latex- oder Nitrilhandschuhen?
Morgens: kurz und dünn
- Hände nach dem Waschen sorgfältig abtrocknen, auch zwischen den Fingern.
- Eine kleine Menge Handcreme auf Handrücken, Knöchel und Fingerkuppen geben und einmassieren, bis die Haut nicht mehr deutlich glänzt.
- Füße nach dem Duschen gründlich trocknen, auch zwischen den Zehen. Socken erst auf trockene Haut anziehen.
- Vor dem Rausgehen Handschuhe anziehen.
Tagsüber gilt für die Hände: nach dem Waschen wenig nachcremen, lieber mehrmals am Tag wenig als einmal viel. Eine wasserfreie Creme legt einen Film auf die Haut und schützt sie vor dem Austrocknen durch Wind und Kälte. Vor Frost schützt sie nicht. Warum das so ist, steht unter Kälteschutzcreme: wasserfrei, aber kein Frostschutz.
Abends: mit etwas mehr Zeit
Abends darf es mehr Creme sein. Du musst danach nichts mehr anfassen, und die Füße stecken nicht mehr im Schuh.
- Hände und Füße lauwarm waschen und abtrocknen.
- Hände: etwas mehr Creme als morgens, gezielt auf Fingerkuppen, Nagelränder und Knöchel. Wer mag, zieht dünne Baumwollhandschuhe darüber.
- Raue Stellen, etwa an Daumenkanten oder Knöcheln: eine Salbe dünn auftragen.
- Füße: die feste Creme direkt über Fersen und Ballen reiben, mit den Händen einmassieren und Baumwollsocken anziehen. Die Zehenzwischenräume bleiben frei.
- Etwa einmal in der Woche: Hornhaut an den Fersen mit Bimsstein oder Feile glätten, nur die oberste Schicht.
Warum gerade Fingerkuppen und Fersen einreißen, erklären die Ratgeber Rissige Fingerkuppen im Winter und Warum Fersenhaut so dick wird und einreißt. Was die Socke über der Creme bewirkt, steht unter Fußcreme über Nacht mit Socken. Mengen und Handgriffe zeigt Wie trage ich eine feste Creme richtig auf?
Typische Fehler
- Heiß waschen, um die Hände aufzuwärmen. Heißes Wasser löst mehr hauteigenes Fett. Lauwarm reicht.
- Zu viel Creme nehmen. Eine feste Creme enthält kein Wasser, das verdunstet. Wer die gewohnte Menge aus der Tube nimmt, hat danach einen glänzenden Film auf der Haut.
- Mit nassen Fingern in die Dose fassen. Wasser gehört nicht an die Creme. Erst abtrocknen, dann eincremen.
- Die Füße bis zum Frühjahr vergessen. Trockene Hornhaut wird hart und kann am Fersenrand einreißen. Täglich etwas Pflege am Abend hält sie geschmeidig.
- Hornhaut mit Klinge oder Hobel entfernen. Eine dünne Hornschicht schützt die Ferse. Auf zu starkes Abtragen reagiert die Haut mit neuer Hornhaut.
Pflege von forpeople für den Winter
Unsere festen Hand- und Fußcremes enthalten laut Inhaltsstoffliste kein Wasser. Du reibst sie direkt über die Haut, die Hautwärme macht die Oberfläche weich.
- Feste Handcreme – Bienenwachs, 30 g in der Metalldose: aus Bienenwachs, Olivenöl und Sonnenblumenöl, mit Extrakten aus Johanniskraut und Aloe Vera, ohne zugesetzten Duft. Ist die Dose leer, füllst du sie mit dem Feste Handcreme Refiller – Bienenwachs wieder auf.
- Feste Fußcreme – Rosmarin & Salbei, 40 g in der Metalldose: aus Sonnenblumenöl, Bienenwachs, Olivenöl und Sheabutter, mit ätherischen Ölen aus Rosmarin, Eukalyptus und Muskatellersalbei. Sie enthält Eucalyptol und Kampfer und ist nicht für Kinder unter 7 Jahren geeignet. Zum Nachfüllen gibt es den Feste Fußcreme Refiller – Rosmarin & Salbei.
- Bienensalbe – Lärche & Mandarine im Glastiegel, 50 g: eine Salbe aus Olivenöl, Mandelöl, Rizinusöl, Bienenwachs und Lärchenharz für raue Stellen am Abend. Sie enthält Propolis und ätherische Öle; lies vorher die Hinweise zu Harz und Propolis.
- Schutz-Set für trockene Hände, Füße & Lippen: Handcreme, Fußcreme, Lippenpflege und Bienensalbe zusammen.
Wende die Produkte nicht auf verletzter Haut an. Bemerkst du eine Hautreaktion, beende die Anwendung.
Häufige Fragen
Wie oft soll ich im Winter eincremen?
Die Hände nach jedem Waschen mit einer kleinen Menge und abends etwas mehr. Die Füße einmal täglich, am besten abends.
Schützt eine fetthaltige Creme vor Kälte?
Sie schützt die Haut vor dem Austrocknen durch Wind und Kälte, aber nicht vor Frost. Ein Pflegefilm wärmt nicht. Handschuhe, warme Socken und trockene Schuhe bleiben nötig.
Warum ist meine feste Creme im Winter härter?
Wachse werden bei Kälte fester. Halte die Dose kurz in der Hand oder reibe mit der Handfläche ein paarmal über die Oberfläche. Die Hautwärme macht die oberste Schicht weich.
Wann sollte ich ärztlichen Rat holen?
Wenn Risse tief sind, bluten oder schmerzen, wenn die Haut stark gerötet ist oder nässt, oder wenn Finger oder Zehen kalt, verfärbt oder gefühllos bleiben. Bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen gehören Veränderungen an den Füßen in ärztliche oder podologische Hände.


















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