Ein Tag im Schnee verlangt der Haut einiges ab: kalte, trockene Luft, Wind, Sonne von oben und Strahlung, die der Schnee von unten zurückwirft. Dieser Beitrag ist für alle gedacht, die im Winter Ski fahren, rodeln oder wandern. Er enthält eine Packliste und einen Tagesablauf für Hände, Lippen und Gesicht. Die Hintergründe stehen in den verlinkten Ratgebern.
Was im Schnee auf die Haut zukommt
Sonne, Kälte und trockene Luft kommen zusammen. Die Tabelle zeigt, was unsere Ratgeber dazu erklären.
| Einfluss | Was dahintersteckt | Mehr dazu |
|---|---|---|
| Sonne und Schnee | Die UV-Strahlung nimmt mit der Höhe zu, nach dem dort zitierten WHO-Leitfaden um etwa 10 bis 12 % je 1.000 Höhenmeter. Frischer Schnee reflektiert bis zu 80 % der UV-Strahlung. In der Kälte spürst du davon nichts: Die Wärme auf der Haut kommt von der Infrarotstrahlung, nicht vom UV. | Sonnenschutz in den Bergen und auf Schnee |
| Kälte und Wind | Kalte Luft enthält wenig Feuchtigkeit, Wind trägt sie zusätzlich ab. Ein Film aus Fett und Wachs schützt die Haut vor dem Austrocknen, aber nicht vor Frost. | Kälteschutzcreme: wasserfrei, aber kein Frostschutz |
| Trockene Luft drinnen | Aufgeheizte Luft ist trocken, und die Haut gibt mehr Feuchtigkeit ab. Zugleich bildet sie bei Kälte weniger Talg. | Trockene Haut im Winter |
| Lippen | Lippen haben eine dünne Hornschicht, kaum Talgdrüsen und wenig Pigment. Kälte, Wind und Sonne trocknen sie schnell aus. | Warum trocknen Lippen so schnell aus? |
Packliste für Hände, Lippen und Gesicht
- Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor für Gesicht, Ohren und Hals. Unsere Feste Sonnencreme LSF50 (40 g) hat Lichtschutzfaktor 50, ist mineralisch mit Zinkoxid und Titandioxid, wasserfest getestet und steckt in einer Papierhülse. Für die Jackentasche gibt es die Feste Sonnencreme LSF50 Reiseformat (20 g).
- Lippenpflege mit UV-Filter: die Lippenpflege - LSF15 Mandel & Vanille (5 g) aus Bienenwachs, Pflanzenölen und Sheabutter, mit Zinkoxid und Titandioxid.
- Wasserfreie Handcreme: die Feste Handcreme – Bienenwachs (30 g, Metalldose) aus Bienenwachs, Olivenöl und Sonnenblumenöl, ohne zugesetzten Duft.
- Eine Salbe für raue Stellen am Abend: die Bienensalbe – Lärche & Mandarine im Glastiegel (50 g). Sie enthält Lärchenharz, Propolis und ätherische Öle; lies vorher die Hinweise zu Harz und Propolis.
- Pflege für das Gesicht am Abend: zum Beispiel das Faceoil - Lavendel (50 ml) aus Argan-, Wildrosen-, Jojoba-, Borretsch- und Hanföl, mit Lavendelöl als Duft.
- Was keine Creme ersetzt: Handschuhe und ein trockenes Paar zum Wechseln, eine Mütze, die die Ohren bedeckt, ein Tuch für Hals und Kinn und eine Sonnenbrille mit Seitenschutz.
Sonnencreme in Reisegröße, Lippenpflege mit LSF 15 und feste Handcreme stecken auch im skincare Reise-Set – fürs Handgepäck, zusammen mit fester Fußcreme und einer Salbe mit Lärchenharz.
Wenn du in den Urlaub fliegst: Feste Stifte gelten an der Kontrolle in der Regel nicht als Flüssigkeit, feste Cremes in der Dose sind ein Grenzfall, Salben und Öle gehören in den Beutel. Im Zweifel entscheidet das Kontrollpersonal. Mehr unter Feste Creme im Handgepäck: Flüssigkeit oder nicht?
Morgens: eincremen, bevor es rausgeht
- Gesicht: Trage die Sonnencreme in der warmen Unterkunft auf, nicht erst am Lift. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt laut Ratgeber, eine halbe Stunde vor dem Rausgehen sorgfältig und großzügig einzucremen. Lieber zwei dünne Schichten nacheinander als eine zu sparsame.
- Unterseiten: Weil der Schnee die Strahlung von unten zurückwirft, brauchen auch Nasenunterseite, Kinn, Hals und Ohrläppchen Sonnencreme. Dazu Nasenrücken, Stirn, Wangen, Ohren und Nacken.
- Lippen: schon drinnen eincremen, mit einer Lippenpflege mit UV-Filter.
- Hände: eine kleine Menge feste Handcreme auf Handrücken und Knöchel geben, dann Handschuhe anziehen.
- Einpacken: Sonnencreme und Lippenpflege gehören in eine Innentasche nah am Körper. Wachse und Butter werden in der Kälte härter; körperwarm bleiben sie streichfähig.
Eine feste Sonnencreme enthält kein Wasser und hinterlässt einen Film aus Fett und Wachs. Eine zusätzliche Kälteschutzcreme darunter brauchst du für das Gesicht laut Ratgeber meist nicht. Benutzt du morgens eine wasserhaltige Creme, trage sie so früh auf, dass sie vor dem Rausgehen eingezogen ist: Verdunstendes Wasser kühlt die Haut.
Auf der Piste: nachcremen und auf Warnzeichen achten
- Nachcremen: nach dem Schwitzen, nach dem Abwischen der Nase und mehrmals am Tag. Nachcremen erhält den Schutz, verlängert ihn aber nicht. Auch „wasserfest“ heißt nicht, dass der volle Schutz bleibt; mehr unter LSF, UVA-Schutz und wasserfest.
- Bei bedecktem Himmel: trotzdem eincremen. Durch leichte Bewölkung dringen laut Ratgeber bis zu 80 % der UV-Strahlung.
- Lippen: oft und dünn nachlegen, vor allem nach dem Essen und Trinken. Nicht ablecken; Speichel trocknet die Lippen zusätzlich aus.
- Hände: nasse Handschuhe wechseln. Bist du ohne Handschuhe unterwegs, etwa beim Aufstieg im Frühjahr, creme die Handrücken mit Sonnencreme ein. Mehr dazu unter Sonnenschutz für die Handrücken.
- Warnzeichen: Weiße, wachsartige oder gefühllose Stellen im Gesicht bedeuten: sofort ins Warme. Bei anhaltender Gefühllosigkeit oder Blasen hol ärztliche Hilfe.
Abends: reinigen und reichhaltig pflegen
Wind, kalte Luft und trockene Hüttenluft entziehen der Haut über den Tag Feuchtigkeit.
- Kurz und lauwarm duschen. Heißes Wasser löst mehr hauteigenes Fett.
- Das Gesicht reinigen, damit die Sonnencreme entfernt ist, und danach eine reichhaltige Pflege auftragen, zum Beispiel ein Gesichtsöl.
- Hände: mehr Creme als morgens. Raue Stellen an Knöcheln und Fingern bekommen eine Salbe, dünn aufgetragen.
- Lippen: vor dem Schlafen eine dickere Schicht Lippenpflege.
Was Pflege im Schnee nicht leistet
- Keine Creme schützt vor Erfrierungen. Das gilt für jede Salbe, auch für unsere. In finnischen Studien, die der Ratgeber zusammenfasst, hatten Menschen mit Kälteschutzsalbe sogar häufiger Erfrierungen im Gesicht. Die Forschenden vermuten ein falsches Gefühl von Sicherheit. Vor Frost schützen Kleidung, Gesichtsschutz und rechtzeitige Pausen im Warmen.
- LSF 50 ist „hoher Schutz“, nicht „sehr hoher Schutz“. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt für große Höhen und Schnee LSF 50+, dazu Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille. Unsere Sonnencreme hat LSF 50. Umso wichtiger ist es, großzügig aufzutragen, oft nachzucremen und Mütze, Tuch und Brille zu nutzen. Kein Sonnenschutzmittel filtert die gesamte UV-Strahlung.
- LSF 15 auf den Lippen ist „mittlerer Schutz“. Auf dem Gletscher oder bei langen Touren im Frühjahr ist das wenig. Ein Tuch über Mund und Kinn und häufiges Nachtragen helfen.
Wende die Produkte nicht auf verletzter Haut an. Bemerkst du eine Hautreaktion, beende die Anwendung. Die Behandlung von Kälteschäden gehört in ärztliche Hände.

















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